Merkel hat es geschafft!

Erschienen in Politik&Gesellschaft Ausgabe 18 – 12/2016 als Printversion

(Älterer Text – Jedoch aktuell und spannend vor dem Hintergrund der anstehenden Bundestagswahl)

Das effektive Schleppnetz der Union

Die drei magischen Merkel-Worte „Wir schaffen das“ vom 31.08.2015 sind wohl diejenigen, die der Kanzlerin einen besonderen Platz in den Geschichtsbüchern verschaffen werden. Im Nachklang wurde dieser Satz wie kein anderer aufgegriffen. Man stellte sich hinter Merkel und ihren vermeintlichen Humanismus. Ebenfalls Menschen, die in ihrem Leben niemals ein Kreuz bei der CDU machen würden. Möchte man die anachronistische Methode des Links-Rechts-Spektrums hier anwenden, werfen ihr aber auch vor allem rechts angesiedelte Akteure – in der Politik die CSU und die AfD – vor, ungezügelte Migration provoziert, ja, den größten politischen Fehler unserer Zeit begangen zu haben. Vor allem letztere Partei konnte mit ihrer Protesthaltung bei den letzten Landtagswahlen deutliche Erfolge feiern.

Ich frage mich oft, ob man einer Täuschung unterliegt, wenn man meint, Merkel habe hier eine humanitäre Sonderleistung vollbracht. Es geistern für mich merkwürdige Interpretationen und Einordnungen der Ereignisse vor gut einem Jahr durch die Diskurse:

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Was war da nochmal links?

Print-Veröffentlichung in: Politik&Gesellschaft Nr. 17, Hamburg.

Was war da nochmal links?

Die Demontage der Idee einer besseren Welt

Die Veröffentlichung der Oxfam-Studie vom 18.01.2016 konnte trotz ihrer Brisanz, dass 62 Menschen soviel wie die Hälfte der Weltbevölkerung besitzen, niemanden nachhaltig beeindrucken. Sie ist ein kleiner Teil einer großen Wahrheit, der sich viele Leute zumindest im Ansatz bewusst sind. Der paradoxen Kummulation von Reichtum in den Händen Weniger stehen Milliarden von Menschen gegenüber, die so gut wie nichts haben. Weltweit, aber auch in Deutschland, kann man diese Bipolarisierung in relativem Ausmaß vorfinden. Eigentlich die perfekte Zeit für die Erfolgsaussichten linker Politikinhalte. Ein starker, regulierender, umverteilender Sozialstaat, der Werte wie Gleichheit, soziale Gerechtigkeit und Solidarität mit den Schwachen verkörpert, müsste in diesen Zeiten doch die Alternative sein, die hohe Wirkungskraft in Form von Wählerstimmen entfaltet. Warum aber können Vertreter linker Positionen – in meiner Betrachtung SPD und die Partei Die Linke  – die genannte Vorlage nicht verwandeln? „Was war da nochmal links?“ weiterlesen

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Rezension „Friedensbildung“

„Friedensbildung-Das Hamburger Interdisziplinäre Modell“

Veröffentlicht in Sicherheit+Frieden (Nomos Verlag) Ausgabe 01/2016 , Seite 92f.

Buchbesprechung der Publikation „Friedensbildung-Das Hamburger Interdisziplinäre Modell“ (Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht) von Ulrike Borchardt, Angelika Dörfler—Dierken, Hartwig Spitzer (Hrsg.)

Fließtext aus rechtlichen Gründen nicht einsehbar.

Weiterleitung zum Verlag/Ausgabe.

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